41,8 Grad Rekordhitze: Was die Hype-Klimaanlage mit meinem Solarstrom wirklich kostet
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Am 27. Juni kletterte das Thermometer im sachsen-anhaltischen Möckern-Drewitz auf 41,8 Grad – ein neuer deutscher Allzeitrekord, 0,6 Grad über dem bisherigen Höchstwert von 2019. Elf Tage lang lag Deutschland unter einer Hitzeglocke, wie sie bislang nur der Mittelmeerraum kannte. Seitdem ist ein Gerät auf YouTube, in Preisvergleichen und in meiner eigenen Recherche omnipräsent: die Midea PortaSplit. Ich besitze selbst keine – aber ich habe mit meiner PV-Anlage, meinem Tibber-Tarif und den echten Herstellerdaten durchgerechnet, was eine solche Anlage im Betrieb wirklich kostet. Mit einem Ergebnis, das ehrlicher ist als jedes Werbeversprechen.
Der Rekord, der den Hype auslöste
Ausgelöst wurde die Hitzewelle 2026 durch eine blockierende Omega-Wetterlage, die heiße Luft aus Nordafrika über ein rekordwarmes Mittelmeer nach Norden trieb. Das Robert Koch-Institut zählte für den Sommer bis Ende Juni rund 5.120 hitzebedingte Sterbefälle, der Großteil davon während dieser elf Tage. Die Autoren der DWD-Klimaüberwachung sprechen von einer „Zäsur für die Klimaanpassung in Deutschland" – das Land rückt in eine Gruppe mit Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland, in der sich nicht mehr nur besonders gefährdete Gruppen, sondern die gesamte Bevölkerung auf Hitzeschutz einstellen muss. Genau in diesen Tagen schnellten die Suchanfragen nach Klimaanlagen in die Höhe, und ein Gerät setzte sich in Tests und Videos immer wieder an die Spitze: die Midea PortaSplit.
Die Technik der Stunde: Warum ausgerechnet die Midea PortaSplit
Der Grund für den Hype ist technisch nachvollziehbar. Anders als ein klassischer Monoblock, bei dem der laute Kompressor im Wohnraum steht und warme Luft durch einen dicken Schlauch nach draußen bläst, trennt die PortaSplit Innen- und Außenteil wie eine fest installierte Split-Anlage – verbunden über ein schmales Leitungspaar am gekippten Fenster, ganz ohne Wanddurchbruch oder Fachbetrieb. Das Ergebnis: Energieeffizienzklasse A++, ein SEER-Wert von 6,1 und im Silent-Modus nur rund 38 dB(A) am Innengerät – schlaftauglich, was ein Monoblock schlicht nicht bietet. Wir haben die reine Kühl-Variante „Cool" (8.000 BTU / 2,35 kW, ohne Heizfunktion) bereits in einer ausführlichen Einordnung mit rund 749 € eingepreist; die heizfähige Standardversion mit 12.000 BTU liegt meist zwischen 800 und 900 €. Fachportale wie home&smart berichten, dass die Verfügbarkeit während Hitzephasen regelmäßig knapp wird – wenn halb Deutschland gleichzeitig sucht, sind offizielle Shops binnen Tagen leer.
Meine Milchmädchenrechnung: PV-Strom gegen Netzstrom
Was mich an dem Gerät interessiert, ist nicht das Marketing, sondern die Zahl auf der Stromrechnung. Laut Messungen mehrerer Fachtests pendelt sich der reale Verbrauch der PortaSplit Cool im Dauerbetrieb bei etwa 400 bis 600 Watt ein, in der ersten Abkühlphase kurzzeitig auch bei 750 bis 990 Watt. Ich rechne für den Alltag konservativ mit 500 Watt im Schnitt. Das ist genau die Rechnung, die ich seit über zwei Jahren mit meiner eigenen 10-kWp-Dachanlage für andere Großverbraucher aufmache, etwa fürs Laden meines Model Y – und sie funktioniert bei einer Klimaanlage nach demselben Prinzip.
Physikalisch ist das kein Zufall, sondern die günstigste Fügung des Sommers: Eine Klimaanlage braucht am meisten Strom genau dann, wenn draußen die Sonne am stärksten scheint – und genau dann liefert eine PV-Anlage ohne Speicher ihren größten, sonst oft ungenutzten Überschuss. Bei mir hängt inzwischen mein Model Y an dieser Mittagsspitze; eine Klimaanlage würde denselben Überschuss zu einer Zeit abgreifen, in der das Auto ohnehin meist schon voll ist. Wer keine eigene PV-Anlage hat, kann denselben Effekt über einen dynamischen Tibber-Tarif zumindest teilweise nachbauen, indem die Anlage in die günstigsten Börsenstrom-Stunden gelegt wird – nachts zum Vorkühlen des Schlafzimmers, statt in die teuren Abendstunden.
Wofür ich mich am Ende entscheiden würde
Nach der Rechnung bleibt bei mir ein differenziertes Bild statt einer Pauschalantwort. Rund 749 € für die Cool-Variante sind etwa das Dreifache eines Bestseller-Monoblocks wie des Comfee MPPH-09CRN7 – der Aufpreis zahlt sich vor allem dann aus, wer regelmäßig im Schlafzimmer kühlt und Ruhe im Silent-Modus wirklich braucht. Wer wie ich tagsüber ohnehin PV-Überschuss produziert, senkt die laufenden Kosten so weit, dass die Anschaffung schneller amortisiert ist als beim reinen Netzbetrieb – bei 20 Hitzetagen im Jahr sind das über den Netzpreis gerechnet gut 13 € Unterschied, über mehrere Sommer und mehr Hitzetage summiert sich das spürbar. Wer nur an wenigen Spitzentagen ein einzelnes Zimmer herunterkühlen will, fährt mit einem günstigeren Monoblock und guter Fensterabdichtung trotzdem besser. Genau diese Bauart-Entscheidung – Monoblock, mobiles Split oder fest installiert – haben wir mit BTU-Tabelle nach Raumgröße im Klimaanlagen-Ratgeber ausführlich gegenübergestellt.
Was würde Kühlen in Ihrem Zuhause kosten?
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Häufige Fragen
Wie viel kostet eine mobile Split-Klimaanlage im Betrieb wirklich?
Bei der Midea PortaSplit Cool (2,35 kW / 8.000 BTU, SEER 6,1) liegt der reale Verbrauch im Dauerbetrieb bei rund 400 bis 600 Watt. Bei 6 Stunden Laufzeit sind das etwa 3 kWh am Tag – zum Haushaltstarif von 35 ct/kWh rund 1,05 €, mit eigenem PV-Überschuss unter 40 Cent.
Lohnt sich Kühlen mit Solarstrom besonders?
Ja. Eine Klimaanlage braucht am meisten Strom, wenn die Sonne am stärksten scheint – genau dann produziert eine PV-Anlage ihren Überschuss. Wer tagsüber kühlt, zahlt oft nur die Gestehungskosten der eigenen Anlage statt des vollen Netzstrompreises.
Warum ist die Midea PortaSplit während Hitzewellen oft ausverkauft?
Weil sie als mobile Split-Lösung ohne Wanddurchbruch besonders leise und effizient ist, wird sie bei Hitzealarmen zum Suchbegriff – Händler melden dann binnen Tagen Lieferengpässe, wie mehrere Fachportale während der Rekordhitze 2026 berichteten.
Was kostet die Midea PortaSplit?
Die reine Kühl-Variante „Cool" (8.000 BTU, ohne Heizfunktion) lag zuletzt bei rund 749 €, die heizfähige Standardversion mit 12.000 BTU meist zwischen 800 und 900 €. Bei hoher Nachfrage während Hitzewellen können Preise und Verfügbarkeit kurzfristig schwanken.
Fazit: Der Hype ist real, die Rechnung entscheidet
Die Midea PortaSplit verdient ihren Ruf – A++, SEER 6,1 und 38 dB sind für ein mobiles Gerät tatsächlich außergewöhnlich, und nach 41,8 Grad Rekordhitze ist der Run auf jede leise, effiziente Kühllösung nachvollziehbar. Aber der eigentliche Hebel liegt nicht im Gerät selbst, sondern darin, wann es läuft. Wer die Mittagsstunden mit eigenem Solarstrom oder wenigstens einem dynamischen Tarif nutzt, kühlt für einen Bruchteil des Netzpreises – bei mir ist genau das der Unterschied zwischen einem teuren Sommer-Luxus und einer Anschaffung, die sich rechnet.